Kürzlich fragte mich eine Freundin, wie man denn erkennt, dass man elektrosensibel ist. Da ich diese Frage nicht so schnell in drei Sätzen beantworten konnte, habe ich sie in die Initiative zum Schutz vor Elektrosmog Südbaden (ISES e.V.) -  getragen und andere Betroffene gebeten, mir mit ihren Worten die Frage zu beantworten. Hier ist eine Zusammenfassung der Antworten:

 

Elektrosenisbilität - Wie erkenne ich, dass ich daran leide?

 

Erst mal haben Sie irgendwelche Beschwerden, die Sie krank fühlen lassen und ihre Leistungsfähigkeit im Alltag herabsetzen, so dass Sie einen Arzt aufsuchen. Das können Symptome ganz unterschiedlicher Art sein. Wenn dann der Arzt keine Diagnose stellen kann, oder sich nicht erklären kann, wo die Symptome herkommen und versucht, diese mit Schmerzmitteln oder Psychopharmaka zu therapieren, die aber nicht anschlagen, müssen Sie aufmerken. 

 

Jetzt gilt es, genau zu beobachten, unter welchen Bedingungen die Beschwerden auftreten und wann sie wieder abklingen. Sie müssen beobachten, zu welcher Zeit, an welchem Ort, bei welcher Tätigkeit, im Beisein welcher Personen (z.B. Smartphone-Träger) die Beschwerden auftreten. Wenn Sie dann einen Verdacht habe, dass es einen Zusammenhang mit anwesenden funkbasierten Technologien gibt, müssen Sie mit einem speziellen Messgerät die Stärke der elektromagnetischen Funkstrahlung messen (lassen). Wenn die Beschwerden wiederholt nachlassen, wenn Sie sich in einer EMF-freien Umgebung befinden, ist anzunehmen, dass Sie elektrosensibel sind. Die Erholung des Körpers kann mit einer Zeitverzögerung von einigen Minuten bis einigen Stunden stattfinden. Stark geschädigte Menschen können auf eine Belastungsphase auch am nächsten Tag noch mit einem Ohnmachtsanfall reagieren, bevor sich ihr Körper spürbar erholt.

 

Meistens weiß man auch ohne Messgerät, ob ihr Smartphone, ihr Schnurlos-DECT-Telefon oder ihr W-Lan in Betrieb sind oder ob sich in der nähe eine Mobilfunkstation befindet. (Optisch versteckte Mobilfunkstationen lassen sich hier finden). Es ist aber trotzdem noch nicht sicher, ob an diesem speziellen Ort auch ein elektromagnetisches Feld vorhanden ist. Es kann zahlreiche Winkel und Räume ganz in der Nähe großer Funkanlagen geben, die nicht ausgeleuchtet werden oder gut abgeschirmt sind. Oder im anderen Fall gibt es auch viele Quellen elektromagnetischer Strahlung, die man gar nicht erkennen kann. Mit einem adequaten Messgerät lässt sich herausfinden, ob der Nachbar WLAN benutzt oder ein Schnurlostelefon oder ob ein Ort durch  Radarfunk belastet wird u.s.w.

 

An dieser Stelle passen die allermeisten Ärzte. Die Schulmedizin betreibt solche aufwendigen Ursachenforschungen nicht. Ihnen sind meistens die Ratgeber bekannt, die Elektrosensibilität in die psychosomatische Sparte abschieben wollen. Dabei ist doch jedem geschulten Hobbyfunker bekannt, dass Funkstrahlung gesundheitsschädlich ist und dass man sich abschirmen muss, wenn man vom Funken z.B. eine Erkältung bekommt oder anderweitig krank wird.

 

Warum der biologische Organismus so geschwächt auf die hochfrequente elektromagnetische Strahlung reagiert, lässt sich nicht mit der klassischen Naturwissenschaft erklären. Man muss sich eingehend mit der Quantenphysik beschäftigen, um das zu verstehen und um Lösungen dafür zu finden.

 

Was kaum ein Arzt weiß:

 

Das WHO-Diagnoseklassifikationssystem ICD-10 2013 hat Codes für diese Krankheit:

 

Z 57 Probleme mit Bezug auf Exposition gegenüber Risikofaktoren,

insbesondere Z 57.1 Berufliche Exposition gegenüber Strahlung

 

Z 58 Probleme mit Bezug auf die physikalische Umwelt,

insbesondere Z 58.4 Exposition gegenüber Strahlung

Es scheint sich auch bei vielen nach einer konkreten, den Körper  echt bedrohenden Strahlenbelastung (ein einzelnes Ereignis oder eine wiederholte Belastung an einem bestimmten Ort) ein "Strahlentrauma" zu manifestieren, bei dem das System mit verstärkten körperlichen Schutzreaktionen auch bei sehr geringen Strahlendosen reagiert, die eigentlich, objektiv gesehen, für den Körper nicht so gefährlich sind, wie die Situation, in der der Körper auf eine echte Bedrohung reagiert hat, reagiert. Neurologisch ist zu erklären, warum dann eine Schutzreaktion verstärkt wird. Das System kann auch nicht mehr unterscheiden zwischen bedrohlichen und nicht bedohlichen Frequenzen, bei jeglicher Art von Strahlung, auch bei Energiegegenständen, die dem Körper eigentlich regulierende und harmonisierende Energie geben, sendet der Körper dann Stressreaktionen.

 

Mehr zum Thema und zu einem möglichen Theapieansatz ist nachzulesen

beim Neurologen Ashok Gupta:


Dokus und Talks mit Elektrosensiblen im Fernsehen.

YouTube - Beiträge

Kino- Dokumentationsfilme über das Thema :

Wissenschaftliche Beiträge zum Thema, auch für Ärzte: